Die Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Durch diese Entzündung wird der Kieferknochen, in dem die Zähne verankert sind, abgebaut. Die befallenen Zähne werden locker und fallen schließlich aus. Eine Parodontitis verläuft in den ersten Jahren meist schmerz– und symptomfrei, sodass der Patient nichts davon bemerkt. Die ersten Symptome sind Zahnfleischbluten und zurückgehendes Zahnfleisch. Leider werden diese Warnzeichen sehr oft nicht ernst genommen und es kommt zu schwerwiegenden Schäden am Gebiss.

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Was kann man tun? 

In den meisten Fällen ist die Erkrankung noch nicht soweit fortgeschritten, dass man eine chirurgische Therapie durchführen muss. Bei diesen leichten Fällen reicht oft die regelmäßige Durchführung einer professionellen Zahnreinigung aus um weitere Schäden zu vermeiden.

Bei den mittelschweren Fällen ist eine systematische Therapie notwendig. In einer Vorbehandlung wird das gesamte Gebiss gereinigt und auf die eigentliche Parodontitisbehandlung vorbereitet. Zugleich werden aus den entzündeten Zahnfleischtaschen Bakterien „gefischt“ und in einem Labor gentechnisch untersucht. Durch diese Laborergebnisse weiß man, ob und welche Antibiotika begleitend zur Therapie verschrieben werden müssen.
Bei der Hauptbehandlung werden die Zahnfleischtaschen dann mit einem speziellen Ultraschallgerät gereinigt und das entzündete Gewebe wird entfernt. Für diese harmlose Behandlung bekommen Sie eine leichte Betäubung. Diese Art von Behandlung ist schmerzfrei und ohne Nachwirkungen.
Besonders sanft und sicher wird die Parodontitis mit dem Laser behandelt. Dieser entfernt Bakterien und Keime schonend und gründlich. Zudem wird entzündetes Gewebe allein mit der Kraft des Lichts beseitigt, ohne scharfe Instrumente und somit ohne Schmerzen.

In einigen schweren Fällen sind zusätzlich zu den bisher genannten noch weitere Maßnahmen notwendig. Hier muss der durch die Parodontitis abgebaute Kieferknochen wieder aufgebaut werden.